Umgang mit gescannten Karten

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Contents

Ziel

In mehreren Schritten gescannte topografische Karten zu einer großen zusammenführen, kalibrieren, Tracks erstellen und all das unter TrekBuddy auf dem Handy nutzen. Anwendungsbereiche: Wanderungen, Skitouren, Schneeschuhtouren, MTB-Touren, etc.

Voraussetzungen

  • Windows oder - auf Linux und Mac - WINE > v1.0. WINE-Installation unter Debian Linux: # apt-get install wine
  • Kartenstitchingprogramm (z.B. PanaVue 2.12, registrierungspflichtig)
  • OziExplorer Trial (hier verwendet: 3.95.4s)
  • TB Cutter
  • gpsbabel (verfügbar unter Linux, Mac und Windows). Installation unter Debian Linux: # apt-get install gpsbabel
  • Handy mit installiertem TrekBuddy (hier verwendet: 0.9.83) und externem oder internem GPS-Empfänger

Karte erstellen

Kartenquellen

Für topografische Karten, wie sie sich für Outdooraktivitäten eignen, gibt es Karten als Bitmap auf CD zu kaufen (Landestopographie, Landesvermessungsämter, etc.), oder aber man verwendet Papierkarten, die man selbst einscannt (als Dateiformat ist PNG meist optimal, sonst JPEG). Im Nachfolgenden wird beschrieben, wie man aus eingescannten Kartenkacheln eine vollständige Karte rekonstruiert.

Kartenkacheln zusammensetzen (Stitching) mit PanaVue

Dieses Programm läuft unter WINE oder unter Windows. Es lassen sich einfach mit manuell gesetzten Flags Kartenkacheln aus dem Scanner zusammenfügen. Dabei ist darauf zu achten, dass sich die Einzelscans ausreichend überlappen.

Spezielle Einstellungen bei Verwendung von PanaVue:

  • Blending: 0 (Bilder werden nur überlappt)
  • Anti-Aliasing: Ausschalten
  • Lens distortion: 0

Karte mit OziExplorer Trial kalibrieren

Dieses Programm läuft unter WINE oder unter Windows.

Der Dateiname der Karte sollte bereits hier sprechend gewählt werden, damit später keine manuelle Korrektur in den Dateien .map und .set nötig werden.

Aus Datei-Menü „Lade und kalibriere Kartenbild“ wählen und Bitmap-Datei der Karte laden. Auf dem Einstellungsreiter am rechten Bildrand die passende Kartenprojektion wählen. Für Schweizer Landeskarten ist dies „(SUI) Swiss Grid“. Das Kartendatum wird automatisch angepasst. Nun den Reiter „Punkt 1“ wählen, einen geeigneten Punkt auf der Karte mit der linken Maustaste markieren und die dazugehörigen Koordinaten eingeben. Für eine Schweizer Landeskarte können einfach die Kreuzungspunkte der Gitterlinien verwendet werden und direkt bei Schweizer Koordinaten unter Easting und Northing eingetragen werden (sechsstellige Zahl, kann aus der Papierkarte abgelesen werden).

Nach erfolgter Kalibrierung mit mindestens drei Punkten speichern. Es wird eine mit dem Bildnamen korresponierende MAP-Datei mit den Kalibrierdaten erstellt, die auch von TrekBuddy verwertet werden können. Die Karte ist nun bereit für den nächsten Bearbeitungsschritt mit TC Cutter.

TB Cutter

Mit dieser Windows-Applikation, die unter WINE lauffähig ist, lassen sich kalibrierte Karten - die oft sehr groß sind - in einzelne, kleinere TrekBuddy-konforme Kacheln zerlegen.

Das Programm ist selbsterklärend. Um Speicherplatz auf dem Handy zu sparen, unbedingt 8 bit Farbtiefe einstellen. Nach Erstellen der Kartenkacheln das gewählte Zielverzeichnis als Ganzes auf das Handy in das Unterverzeichnis /TrekBuddy/maps kopieren.

Track erstellen

Tracks mit GoogleEarth erstellen und bearbeiten

GoogleEarth gibt es nativ für Linux, Mac und Windows. Vorteil der Trackerstellung mit GE: 3D-Sicht möglich, evtl. mehr Details erkennbar als auf topografischer Karte.

Die entsprechende Funktionen heißen „Pfad hinzufügen“ bzw. „Pfad bearbeiten“.

Ge example.png

Die so erstellten Pfade/Tracks können nun über Rechtsklick auf den entsprechenden Eintrag in der „Orte“-Liste mit der Option „Ort speichern unter“ abgespeichert werden. Darauf achten, dass als Ausgabeformat „KML“ gewählt wurde.

Die KML-Datei muss jetzt noch über gpsbabel in das GPX-Format konvertiert werden. Dies geschieht am einfachsten über die Befehlszeile:

$ gpsbabel -i kml -f Eingabedatei.kml -o gpx -F Ausgabedatei.gpx

Umgekehrt ist es natürlich auch möglich, GPX-Dateien aus anderen Quellen in das GoogleEarth-Format zu übertragen und zu editieren:

$ gpsbabel -i gpx -f Eingabedatei.gpx -o kml -F Ausgabedatei.kml

Die GPX-Datei kann nun in das Verzeichnis /TrekBuddy/wpts gespeichert und verwendet werden.

Tracks mit OziExplorer Trial erstellen und bearbeiten

Hinweis: Die Trial-Version ist nicht für den dauerhaften Gebrauch vorgesehen und entsprechenden Restriktionen unterworfen. Bei regelmäßiger Benutzung OziExplorer bitte registrieren.

Vorteil von OziExplorer: Es kann mit der Original-Karte gearbeitet werden.

Mit OziExplorer kalibrierte Karte laden, aus der Werkzeugleiste Symbol für „Manuelles Erzeugen von Trackpunkten“ wählen und Track zeichnen. Dieser kann über das Speichern-Symbol auf dem Hilfsfenster „Tracksteuerung“ als PLT-Datei gespeichert werden.

Ozi example.png

Die PLT-Datei muss jetzt noch über gpsbabel in das GPX-Format konvertiert werden. Dies geschieht am einfachsten über die Befehlszeile:

$ gpsbabel -i ozi -f Eingabedatei.plt -o gpx -F Ausgabedatei.gpx

Umgekehrt ist es natürlich auch möglich, GPX-Dateien aus anderen Quellen in das OziExplorer-Format zu übertragen:

$ gpsbabel -i gpx -f Eingabedatei.gpx -o ozi -F Ausgabedatei.plt

Die GPX-Datei kann nun in das Verzeichnis /TrekBuddy/wpts gespeichert und verwendet werden.

Verwendung in TrekBuddy

Passende Karte mit „Load Map“ laden. „1“ drücken, im Menü „Waypoints“ oder „Tracks“ auswählen und passende gpx-Datei auswählen. Die Datei wird geöffnet und es werden die einzelnen Wegpunkte (durchnummeriert) angezeigt. Die Navigation mit „Optionen“ und „RouteAlong“ beginnen. Rückwärtsnavigation mit „RouteBack“.

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